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Ibiza-Netzwerk: Hausdurchsuchungen, Festnahmen und neue Hintergründe

Hausdurchsuchungen in Wien und Salzburg

Sascha Wandl ließ im Mai des heurigen Jahres die Katze aus dem Sack: er identifizierte einen der Drahtzieher aus dem Ibiza-Video. Für den Ibiza-Detektiv H., der auch als „Alexander Surkov“ bekannt ist, wird es immer ungemütlicher. Aufgrund von Hausdurchsuchungen gibt es neue Ermittlungsansätze. Soko-Ibiza, die eigentlich Soko-Tape heißt, hat zugeschlagen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Strafanzeige gegen Netzwerk des Ibiza-Detektivs

Eine dreißigseitige Strafanzeige vom Rechtsanwalt Schimanko brachten die Hausdurchsuchungen vom Dienstag ins Rollen. Die Sachverhaltsdarstellung wurde im Auftrag von EU-Infothek, Gert Schmidt, an die Staatsanwaltschaft übermittelt. Die Vorwürfe sind gravierend, man könnte glatt meinen, verstörend: Gründung einer kriminellen Vereinigung. Und die Anzahl an Delikten sind in der Tat vielseitig: Täuschung, Nötigung, gefährliche Drohung, Geldwäscherei, schwere Erpressung, Diebstahl, Urkundenfälschung, Verstöße gegen das Waffengesetz und Drogenhandel.

Anordnung der Festnahme – Foto: oe24.at

Haftbefehl

oe24.at, namentlich Richard Schmitt, hat die Anordnung zur Festnahme veröffentlicht. Die Anordnung richtet sich gegen mehrere Schlüsselfiguren in der Ibiza-Affäre, die festgenommen worden sein dürften. Zwei davon sollen in Salzburg wohnhaft sein. Es handelt sich um einen 39-jährigen Österreicher mit bosnischen Wurzeln und einen 52-jährigen Serben. Beide Personen sind langjährige Weggefährten und ehemalige Mitarbeiter von Sascha Wandl. Einer von beiden, der Serbe, war ein Informant von EU-Infothek. Dieser hat wesentlich zur Aufklärung der Causa Ibiza mitgewirkt. Über die kriminelle Energie des Ibiza-Netzwerks hat Fass ohne Boden bereits berichtet.

Laut oe24.at sollten sie die falsche Oligarchin “rekrutiert und eingeschult” und Urkunden gefälscht haben. Zur Erinnerung: Ibiza-Rechtsanwalt M. hat Johann Gudenus einen Reisepass vorgelegt, der die Identität der Oligarchin belegt hätte. Laut Johann Gudenus hat die Kopie des Dokuments echt ausgesehen. Da es von einem Rechtsanwalt vorgelegt wurde, hatte Johann Gudenus zum damaligen Zeitpunkt keine Zweifel an der Identität der Frau gehabt.

Hausdurchsuchung bei der Assistentin

Es hat was von Bonnie und Clyde. Über das Verhältnis des Ibiza-Detektivs und der Assistentin des Consulting-Unternehmens erfährt man aufschlussreiche Details aus einer Zeugenaussage vom Mai 2019: „Er war der Lebensgefährte“ der damaligen Assistentin. Erst im heurigen Sommer war sie für den Ibiza-Detektiv in der Schweiz, genauer gesagt, Zürich. Die Hausdurchsuchung fand in ihrer Wohnung statt.

Darüber hinaus hat es auch eine Hausdurchsuchung an ihrem Arbeitsplatz, einem Consulting Unternehmen im 22. Bezirk, gegeben. Spannende Hintergrundinformationen: Laut einem Informanten habe die Assistentin vor kurzem 50.000 Euro erhalten. Daher habe sie ihren Job gekündigt. Es wird im Umfeld der Assistentin vermutet, dass sie sich absetzen wollte. Und zwar nach Kalifornien. Am Donnerstag hätte die Assistentin ihren Flug in die USA gehabt. Ob die Assistentin verhaftet oder lediglich befragt wurde, kann zum jetzigen Zeitpunkt der Recherche nicht genauer verifiziert werden.

Darüber hinaus wollte der Ibiza-Aufdecker Schmidt erst Anfang der Woche für 48.000 Euro den Namen der Oligarchin erwerben. Dem Angebot ist zu entnehmen, dass eine viermonatige Ermittlung und Recherche voraus gegangen sei. Scheinbar dürfte aber den Deal geplatzt sein.

Zum Interview auf oe24.at

Spitzel der Polizei? Intensiver Kontakt zur LKA, BK und Finanzpolizei

Die „Fass ohne Boden“-Enthüllung der Operation „Mezzo“ bringt nun die Behörden immer mehr in Bedrängnis. Dass Innenministerium bestreitet jegliche Kenntnisnahme von „Mezzo“. Kein Wunder, denn im Haus des Bundeskriminalamts, Abteilung verdeckte Ermittlung, ist “Mezzo” bekannt als „Operation Daviscup“ bekannt.

Operation Daviscup – Verdeckte Ermittlungen, wenige Wochen vor dem Beginn der Operation “Mezzo” mit dem Ibiza-Detektiv H.

Brenzlicher ist die Tatsache, dass Beamte, die damals in der Abteilung 5.3 vom Bundeskriminalamt involviert waren, heute Mitglied der „Soko Tape“ sind. Ein Beamter wurde bereits von der „Soko Tape“ abgezogen, jedoch nicht aufgrund einer SMS an Heinz-Christian Strache, sondern aufgrund des jahrelangen Kontakts mit Sascha Wandl und dem Ibiza-Detektiv.

Weitere Informationen und Zusammenhänge

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  1. Wer ist der Wandl? Whistlblower? Agent oder doch Altenpfleger? Unterwelt? Nichts genaues weiß man jetzt wird ein Buch auch noch von Euch geschrieben sehr spannend Ich werde es kaufen kann ich über Euch bestellen?

    • Voraussichtlich werden wir es vertreiben. Diese Frage können wir aber Ende Dezember beantworten. Ja, wird umfassend sein. Lebenslauf, Lebensstationen und natürlich diverse Aufträge sowie das Ibiza-Netzwerk.

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Written by Alexander Surowiec

Ab dem 29.06.2019 digitaler Blattmacher und Chefredakteur.

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