Gravierende Mobbing-Vorwürfe gegen Beamten - Sujetbild Vatikan - Jacqueline Macou - Pixabay
Gravierende Mobbing-Vorwürfe gegen Beamten - Sujetbild Vatikan - Jacqueline Macou - Pixabay
in

sauersauer weinenweinen steilsteil OMGOMG

Kirchenfanatiker im BVT? Gravierende Mobbing-Vorwürfe gegen Beamten

Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (= BVT) ermittelt gegen einen Abteilungsleiter, der „katholischer Fundamentalist“ sei. Laut oe24.at beschuldigen ihn mehrere Frauen.

Verfassungsschutz ermittelt gegen einen Abteilungsleiter. Laut oe24.at beschuldigen ihn mehrere Frauen. Vergleiche mit „Maria Magdalena“ seien in der Vergangenheit gefallen. Derzeit steht jedenfalls Aussage gegen Aussage. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Werbung

Strenggläubig oder Kirchenfanatiker?

Der Abteilungsleiter gilt als Urgestein im BVT. Mehrere Jahrzehnte in der Exekutive verschafften ihm eine günstige Ausgangslage: der Beamte genießt das höchste Vertrauen von ranghohen Beamten, unter anderem vom BVT-Chef selbst. Laut einem Kenner des BVT ist der Abteilungsleiter aber sehr umstritten, aufgrund seines frauenfeindlichen, diskriminierenden Weltbildes.

Einige Menschen tragen zwei Gesichter in sich. Beim Abteilungsleiter dürfte dies der Fall sein. 2018 wurde er zum Diakon geweiht. So gab er an, warum für ihn ein Kirchenamt wichtig sei. Der Abteilungsleiter fühle sich durch Gott berufen, durch die Gnade Gottes und seine Bemühung wäre er im Stand, viel Gutes für materiell und geistlich bedürftige Menschen zu tun. Doch das andere Gesicht ist erschütternd.

oe24.at berichtete bereits vorab, dass der Abteilungsleiter mehrere Kolleginnen in der Vergangenheit wiederholt gefragt habe, „ob sie „keusch leben“ würden.“ Aber auch Formulierungen sollen gefallen sein, die „apokalyptische Szenen heraufbeschworen, wonach sie wegen ihres „sündigen“ Lebens „in der Hölle brennen“ würden. Und er habe ihnen angeblich gesagt, dass sie sich „nicht scheiden lassen“ dürften.“

Verbindungsmann zwischen BMI und BVT

Aber auch im Untersuchungsausschuss ist der Beamte öffentlich in Erscheinung getreten. Frühere Zeugen hatten ihm vorgeworfen, Bewerberinnen diskriminiert zu haben. Vermutlich sind diese verbalen Entgleisungen nur deswegen möglich, da der Abteilungsleiter als Netzwerker im BVT in Erscheinung getreten ist. Dieser bestreitet aber die Vorwürfe vehement. Auf die Frage, ob er Teil des schwarzen Netzwerks sei, antwortete der Abteilungsleiter im Untersuchungsausschuss, dass er sich mit niemanden vernetze, da es ihm nichts bringe und ihm jeder recht sei.

Doch ein Kenner des BVT schildert dies anders. So bezeichnet sich der Abteilungsleiter laut Informanten selbst als „Briefträger“. Dieser selbstgewählte Spitzname ergab sich, weil er zwischen BVT und Innenministerium „Wünsche“ hin- und hertragen durfte.

Suspendierung knapp verhindert

So ist einigen weiblichen BVT-Mitarbeiterinnen nach wie vor nicht klar, warum der Abteilungsleiter nicht suspendiert wurde. „Vor etlichen Wochen hab er erst seinen Arbeitsplatz samt Kreuz geräumt. In letzter Minute hat er dann doch nicht seine Dienststelle verlassen müssen.“ Der Insider holt aus: „Glasklar. Er bekommt Rückdeckung.“

Laut oe24.at bestreitet der Abteilungsleiter jegliche Anschuldigung: „Sie können sich darauf verlassen, dass die Vorwürfe gegen mich im Bundesministerium für Inneres sehr sorgfältig geprüft werden. Ich gehe davon aus, dass sich diese Vorwürfe letztlich als haltlos erweisen werden.“

Das Innenministerium gibt sich zurückhaltend: „Generell wird im Fall von solchen Vorwürfen natürlich intern geprüft und der Fall, wenn notwendig, der Disziplinarkommission übergeben.“

Quellen

Mobbing-Vorwürfe im Verfassungsschutz: https://www.oe24.at/oesterreich/politik/Mobbing-Vorwuerfe-im-Verfassungsschutz/404582280

Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Loading…

0

Comments

0 comments

Written by Alexander Surowiec

Ab dem 29.06.2019 digitaler Blattmacher und Chefredakteur.

SOKO-Ibiza: Was will das Innenministerium verheimlichen?

Fass ohne Boden auf Telegram - Thomas Ulrich - pixabay

WhatsApp-Alternative: Fass ohne Boden nun auf Telegram