Connect with us

Wiener Gemeinderat

Klausur der Wiener Stadtregierung

Published

on

Foto: C. Jobst/PID

Wien (OTS/RK) – Heute, Donnerstagvormittag, hat die erste Klausur der Wiener Stadtregierung unter Bürgermeister Michael Ludwig im Wiener Rathaus stattgefunden. Dabei wurde eine Vielzahl an Themen und Projekten aus den einzelnen Ressorts besprochen. Insbesondere auch Themen, die in geschäftsgruppenübergreifender Verantwortung stehen, wurden dabei behandelt. „Mir ist wichtig, dass wir die hohe Qualität in sämtlichen Lebensbereichen in unserer Stadt weiter ausbauen und dass auch in Zukunft alle Wienerinnen und Wiener von dieser Qualität profitieren können”, betonte Bürgermeister Michael Ludwig gleich zu Beginn im gemeinsamen Medientermin mit Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou. Hierfür werde vor allem auch der Wirtschaftsstandort gestärkt, wie der Wiener Bürgermeister, der auch auf das Standortabkommen mit der Wiener Wirtschaftskammer verwies, betonte. Aber auch die enge Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern sei hier „von zentraler Bedeutung. Diese wird in Wien auch tagtäglich gelebt”, so Ludwig.

„Die soziale Sicherheit und unsere hohen ökologischen Standards sind Voraussetzungen für die hohe Lebensqualität unserer Stadt. Wir sorgen dafür, dass diese Errungenschaften langfristig gesichert bleiben und arbeiten konsequent und mit Leidenschaft dafür, dass Wien auch weiterhin die lebenswerteste Stadt der Welt bleibt”, so Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Mit den heute besprochenen Programmen, die in den nächsten Monaten sukzessive zur Umsetzung kommen, werde auch ein klares Gegenmodell zu den Sparmaßnahmen der ÖVP-FPÖ-Bundesregierung realisiert, wie Ludwig und Vassilakou ausführten. Mit gezielten Investitionen im Bereich der Wissenschaft, der Bildung und der Sicherheit sowie Maßnahmenpaketen und neuen Initiativen im Bereich Wohnen, Kinder und Jugend, Kultur und Verkehr werden die Angebote weiter ausgebaut und Leistungen in der Stadt zusätzlich verbessert.

Nachfolgend einige der Hauptschwerpunkte der heutigen Klausur kurz ausgeführt.

Ausbau des Wissenschaftsstandortes – Stadtentwicklungsgebiet Otto-Wagner-Areal als moderner Universitäts-, Kultur- und Bildungsstandort

Mit rund 200.000 Studierenden ist Wien heute schon der größte deutschsprachige Universitätsstandort der Welt. Die langfristige Ansiedlung der internationalen Top-Universität Central European University (CEU) mit 1.500 Studierenden aus 117 Ländern ermöglicht es, das heutige Otto-Wagner-Areal (OWA) als neues Stadtentwicklungsgebiet zwischen Penzing und Ottakring weiterzuentwickeln. Das OWA wird die beiden Bezirke in Zukunft als Wissenschafts-, Kultur- und Bildungscluster prägen. Die Ergebnisse des Mediationsverfahrens (historische Gebäudesubstanz erhalten, Eigentum der Stadt Wien, öffentliche Zugänglichkeit) werden dabei selbstverständlich in vollem Umfang berücksichtigt. Mit einer Nutzfläche von insgesamt 120.000 Quadratmetern bietet uns das OWA die einmalige Chance, die Stadt international weiter an der Weltspitze zu positionieren. Die Übergabe der ersten Pavillons soll 2023 stattfinden. Rund 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze werden durch die Ansiedlung geschaffen, die jährliche Wertschöpfung wird rund 50 Mio. Euro pro Jahr betragen.

Konzept für Veranstaltungshallen und Erweiterung des Angebotes

Wien punktet international als erfolgreiche Kultur-, Kongress- und Tourismusmetropole. Mit über einer Million Besucherinnen und Besucher pro Jahr ist die Wiener Stadthalle der größte Veranstaltungsort Österreichs und einer der größten Europas. Wien zählt zu den attraktivsten Städten für weltweit agierende Veranstalterinnen und Veranstalter – so gut wie alle europäischen Tourneerouten laufen in Wien zusammen.

Ein Konzept für Veranstaltungshallen soll die Position von Wien als Veranstaltungslocation im europaweiten Wettbewerb absichern. Teil dieses Konzepts wird die Errichtung einer neuen High-Level-Multifunktionsarena sein. Diese neue Multifunktionsarena deckt ein Einzugsgebiet im Radius von 300 Kilometern und 15 Millionen Menschen ab. Mit einer Sitzplatzkapazität von bis zu 20.000 Besucherinnen und Besucher spielt Wien in Zukunft in einer Liga mit London, Köln und Paris. Die Evaluierung möglicher Standorte erfolgt noch in diesem Jahr. Die neue Multifunktionsarena soll einen modernen Medien- und Kreativcluster langfristig in Wien etablieren und abgestimmt auf das bestehende Angebot einen zusätzlichen Mehrwert bieten.

„Werkstadt Junges Wien”: Wien startet größten Kinder- und Jugendbeteiligungsprozess

Wien ist die Stadt der Jugend. Als jüngstes Bundesland ist Wien das Jugendzentrum Österreichs. Wien ist eine europäische Metropole, in der sich die Jugend eine Zukunft aufbauen möchte. Wer Politik für die Zukunft macht, muss Politik mit Kindern und Jugendlichen machen. Wien startet daher den größten Kinder- und Jugendbeteiligungsprozess, den die Stadt bisher gesehen hat. Wien arbeitet an der Stadt der Zukunft und die Wiener Kinder und Jugendlichen werden sie mitgestalten.

Anfang 2019 ist Kick-Off der „Werkstadt Junges Wien”. Gemeinsam mit PädagogInnen, JugendarbeiterInnen, Ehrenamtlichen uvm. erarbeiten die Wiener Kinder und Jugendlichen, wie unsere Stadt aus Sicht der jungen Wienerinnen und Wiener sein soll. Ziel ist es, dass in mindestens 500 Werkstätten mindestens 10.000 Kinder und Jugendliche an der „Werkstadt Junges Wien” mitwirken – in Kindergärten, Schulen, Horten, Jugendzentren, im Park, im Verein etc., überall wo Kinder und Jugendliche sind. Die Ergebnisse „der Werkstadt Junges Wien” werden anschließend im Herbst 2019 als Grundlage in die Kinder- und Jugendstrategie der Stadt Wien einfließen.

Leistbares Wien: Neue Widmungskategorie geförderter Wohnbau

Das Leben in unserer Stadt soll auch in Zukunft für alle Wienerinnen und Wiener erschwinglich sein. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei das Thema Wohnen ein. Wohnen ist ein Menschenrecht. Und der Wohnungsmarkt darf nicht ausschließlich von den Gesetzmäßigkeiten des Marktes bestimmt werden. Obwohl sich Wien u.a. durch den hohen Anteil von kommunalen und geförderten Wohnungen in einer weltweit einmaligen Situation befindet und so ein leistbares Wohnungsangebot für alle Wienerinnen und Wiener sicherstellt, ist auch in der Bundeshauptstadt die Preisentwicklung am Wohnungsmarkt eine aktuelle Herausforderung. Durch die Einführung einer neuen Widmungskategorie (verankert in der Wiener Bauordnung) wird hier ein nachhaltiges Instrument mit nachhaltig preisdämpfender Wirkung eingesetzt. Ziel ist es, in Wien noch mehr geförderten Wohnbau zu errichten und die Wohnbauleistung der Stadt weiter voranzutreiben.

Kommt zukünftig in Widmungs- und Bebauungsplänen diese Widmungskategorie zur Anwendung, dürfen nur Wohnbauten errichtet werden, die auch einen überwiegenden Anteil von geförderten Wohnungen beinhalten.

Eine weitere verbindliche Neuerung betrifft die Grundstückskosten: Um kostengünstiges Bauland zur Verfügung stellen zu können, gelten für Bauträger die schon bisher im geförderten Wiener Wohnbau üblichen Grenzen von 4,87 Euro bei der Nettomiete je Quadratmeter Wohnnutzfläche und nunmehr 188 Euro pro Quadratmeter oberirdischer Bruttogrundfläche beim förderbaren Grundstückspreis. Gerade Letzteres wird dafür sorgen, dass Grundstücksspekulation ein Riegel vorgeschoben wird. Auf Förderungsdauer (40 Jahre) soll dieses Grundkostenlimit eingefroren und die Wohnungen weder gewinnbringend vermietet noch veräußert werden können. Eine gewinnoptimierte Veräußerung soll überdies durch Übernahme der Kaufpreisbildungsvorschrift nach dem Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz verhindert werden.

Mit seinen leistbaren Mieten ist der soziale Wohnbau die größte Mittelstandsförderung und wirkt sich auf den gesamten Mietpreismarkt preisdämpfend aus. Damit stärken wir auch die Kaufkraft der Wienerinnen und Wiener. Diese unterliegen entsprechenden Auflagen bei den Mietkosten.

Wien macht seine Brücken sicher – Investitionsprogramm über 200 Mio. Euro

Viele Brücken Wiens wurden ungefähr zur gleichen Zeit gebaut und sind jetzt in einem Alter, das Investitionen notwendig macht. Für die erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen waren umfangreiche Vorerhebungen bzw. Vorarbeiten notwendig. Nun starten die konkreten Planungen für die Instandsetzung von zahlreichen Projekten. Im Zuge des Brückeninvestitionsprogrammes werden im kommenden Jahrzehnt rund 50 Brücken fit gemacht – für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts. Investitionsvolumen: Rd. 200 Millionen Euro.

Die 826 Brücken der MA 29 werden regelmäßig von eigenen Fachleuten überprüft und erhalten. Durch diese umfassenden und regelmäßigen Prüfungen werden Schäden rechtzeitig erkannt, sodass genug Zeit bleibt um Instandsetzungskonzepte zu entwickeln. Damit wird sichergestellt, dass Arbeiten noch vor Eintreten von Gebrechen durchgeführt werden, die Lebensdauer der Objekte optimal ausgenutzt wird und der Aspekt der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt wird.

Volle Fahrt für Wiens Öffis – umfassendes Öffi-Paket in Umsetzung

Wien wächst und das Öffi-Netz wächst mit: Bis 2020 wird von den Wiener Linien step by step ein Öffi-Paket, das mit der Wiener Stadtregierung vereinbart wurde, umgesetzt. In das Bim- und Busnetz werden dazu 70 Millionen Euro investiert. Neben Bus und Bim steht natürlich das U-Bahn-Netz im Zentrum: Um stark frequentierte Linien zu entlasten und neue Verbindungen zu schaffen, wurde bereits das Linienkreuz U2/U5 auf den Weg gebracht:

Die Verlängerung der U2 und der Um- und Neubau der U5 sind das wichtigste Zukunftsprojekt für die Wiener Öffis. Ab dem Rathaus wird die U2 bei den Stationen Neubaugasse (U3), Pilgramgasse (U4), Reinprechtsdorfer Straße, und Matzleinsdorfer Platz (S) Halt machen. Die Planung für eine weitere Verlängerung über die Gußriegelstraße zum Wienerberg soll 2019 starten. Die erste vollautomatische U-Bahnlinie U5 wird die bestehenden U2-Bahnsteige der Stationen Karlsplatz, Museumsquartier, Volkstheater und Rathaus übernehmen und zunächst zum Frankhplatz im Universitätsviertel ausgebaut. In der weiteren Ausbaustufe ist eine Verlängerung zum Elterleinplatz geplant.

Neben dem U-Bahn-Ausbau wird auch das Straßenbahn- und Busnetz attraktiviert und ausgebaut. Das Investitionspaket für Straßenbahn und Bus auf einen Blick:

o Linie 11: neue Bim für Simmering und Favoriten: Ab Sommer 2019 wird die neue Linie 11 von Kaiserebersdorf bis zum Otto-Probst-Platz ihren Betrieb aufnehmen. Sie entlastet damit den stark frequentierten Streckenabschnitt der Linie 6 zwischen Quellenstraße und Absberggasse. Die Linie 6 endet mit der Verlängerung der Linie 11 in Favoriten und erschließt ab Sommer 2019 auch das „Kreta-Viertel” südlich des Sonnwendviertels.
Neben der Linie 11 kehrt auch die Linie 71 nach Kaiserebersdorf zurück und wird damit zur Direktverbindung in die Innenstadt.

o Verlängerung Linie O ins Nordbahnhofgelände: Zur Erschließung des Stadtentwicklungsgebiets Nordbahnhof wird die Linie O ab Praterstern um 1,4 Kilometer und vier Haltestellen verlängert. Mit dem Bau soll 2019 begonnen werden, damit die Linie O mit der Eröffnung des 2. Schulcampus (Herbst 2020) ihre verlängerte Strecke übernehmen kann.

o Zwei neue Stationen für die Linie D im Sonnwendviertel: Um das Grätzel rund um den neuen Hauptbahnhof noch besser zu erschließen, wird die Linie D bis zur Absberggasse um 1,1 Kilometer und zwei Haltestellen verlängert. Entlang des Helmut-Zilk-Parks wird die Straßenbahn auf einem Grüngleis unterwegs sein und die BewohnerInnen des Sonnwendviertels an die U1 anbinden. Die Fertigstellung ist für Ende 2019 geplant.



Click to comment

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Wiener Gemeinderat

Auf die Plätze, fertig, … Wehsely!

Published

on

Foto: FOB WJC

Ex-Stadträtin Mag. Sonja Wehsely in der KH-Nord Untersuchungskommission. Ein Nachtrag über einen wortreichen Vortrag, verbalen Windungen und einem nicht überraschendem Resüme: Wäre es tatsächlich ein Skandal, hätte sie nichts damit zu tun, da es aber ein Erfgolg ist, gebühre ihr Respekt.

Ein fürwahr steiniger Weg, gepflastert mit tausenden Seiten voll Verwirrungen, Überraschungen und kommunikativer Purzelbäume. Für Augen, wie Verstand, der stetig zum Bleiben überzeugt werden wollte, schlafdefizitäre Tage der Prüfung: Die bisherigen Protokolle der Untersuchungskommission zum Krankenhaus Nord. Dem Skandal für die Einen, dem Erfolg für die Anderen. Bisheriger Höhepunkt, so zumindest wurde er im Vorfeld angekündigt, der Auftritt der ehemaligen Stadträtin Sonja Wehsely. Nun bereits einige, mehrere Tage zurück. Doch will man ihre Worte auf die Waage legen, gegenüber den bisherigen Aussagen aller anderen Geladenen, muss man Zeit opfern … und einen Teil seiner selbst.

Man könnte nun annehmen, wenn man die ehemalige Finanzstadträtin Brauner, in dem gut, zu gut, beheizten Halbkeller, in dem die Kommission zu untersuchen pflegt, heil überstanden hat, wäre man für Sonja Wehsely gerüstet, trainiert, abgehärtet. Mitnichten. Als zuhörend teilnehmender Kommunikationstrainer, in einem Raum für akustische Masochisten – ein aufgelegter Migräneanfall Kat.5. Ihre, Wehselys Antworten, die inhaltlich und fallbezogen bestenfalls 10 Minuten in Anspruch genommen hätten, wären sie von ihr klar formuliert worden, wurden gefüllt mit Schwallen von Worthülsen, Füllwörtern und Floskeln. Immer und immer wieder wiederholend. Egal, ob eine Frage kompliziert oder ganz einfach war, ob sie nun mit einem ‘Ja’ oder ‘Nein’ beantwortet hätte werden können.


Foto: FOB WJC

Foto: FOB WJC

Wehsely live:

“(…) da sage ich Ihnen noch einmal, wiederhole ich noch einmal das, was ich vorher schon gesagt habe, dass (…) für mich ganz klar war, dass Terminverschiebungen immer erst dann öffentlich und damit sozusagen akzeptiert durch die Stadt bekanntgegeben werden, wenn ganz klar ist, dass gar keine Chance mehr ist, diese Zeit aufzuholen, weil man sonst dauernd dem Termin nachgelaufen ist, und wie das Amen im Gebet sozusagen klar war, dass das schon selbstverständlich ist und wieder drei Monate draufkommen.”

“Daher geht es da nicht darum, irgendwem etwas nicht gesagt zu haben, sondern da geht es darum, das Projekt zu schützen und den Steuerzahler zu schützen.”

 “Warum sage ich das? Weil das auch die Information war, die mir Generaldirektor (…) das habe ich schon zweimal gesagt, ich möchte es noch einmal sagen, damit es klar ist – mit dem Konsortium auf einen grünen Zweig (…)”

Also, da könnte ich es mir jetzt einfach machen, mache es mir aber nur im ersten Satz einfach und erkläre dann gerne etwas dazu, das ist ganz nämlich klar.”

(Highlights aus dem Protokoll ganz unten als Download)


Doch abgesehen von den kommunikativen Strapazen ging es doch um Inhalte. Um Aussagen, die Licht ins Dunkel eines vermeintlichen Skandals, oder doch eines Erfolges, bringen sollten. Pflügt man durch die bisher vorliegenden Protokolle, stellt sich die Zwischenfrage: Ist das alles Kalkül oder Ungeschicklichkeit? Sind diese Dinge motiviert geschehen gelassen worden oder nur passiert? Und …

… wer wird letztendlich dafür den Kopf hinhalten müssen?

Wahrscheinlich: Niemand. Ausgenommen es stellt sich doch noch heraus, dass es die klassische Bereicherung eines daran Beteiligten wäre. Doch noch folgt niemand dem Geld, um das es schließlich geht. Um hunderte Millionen Euro – präzise kann und will man sich derzeit nicht festlegen. Die Tendenz ist eher, dass ganz wenige der involvierten Entscheidungsträger das Projekt in die Hände bevorzugter Unternehmen steuern wollten. Auf diese Reise nahm man, aus Notwendigkeit, Passagiere mit, die man unterwegs jedoch wieder verlor oder aus gegengleicher Notwendigkeit verlieren musste.

Dieser Gedanke liegt nahe, weil es nicht das erste Mal wäre, dass die Stadt Wien eine Ausschreibung machte, welche nachträglich so adaptiert wurde, bis der ausgewählte Anbieter schlussendlich als Einziger übrig blieb und somit den Zuschlag für den ausgeschrieben Auftrag erhielt. Auch bei diesem, 2005 abgeschlossenen Vertrag, wurden Rathausmitarbeiter mit Jobs beim SPÖ-nahem Auftragnehmer “belohnt”. Und ebenso sind die erbrachten Leistungen weit über dem Marktpreis. Der Unterschied zum KH-Nord ist nur: Es hat noch niemand nachgefragt…

Doch noch einmal kurz zurück zu Sonja Wehsely. Gemeinderätin Ingrid Korosec stellte bereits zu Beginn der Befragung fest:

GRin Ingrid Korosec (ÖVP): “(…) egal, ob man jetzt die These vertritt, sind die großen Fehler in der ersten Hälfte oder in der zweiten Hälfte passiert, war das unter der Führung Marhold oder unter der Führung Janßen, die hauptverantwortlich waren, bei allen Zeugenaussagen ist klar herausgekommen, Sie, die Stadträtin, waren die Hauptverantwortliche dafür.”

Mag. Sonja Wehsely: “(…) weil natürlich die operative Verantwortung nicht beim Stadtrat und bei der Stadträtin liegt, denn dafür gibt es das Management, das auch dafür eingesetzt ist und dafür bezahlt wird.”

GRin Ingrid Korosec (ÖVP): “Frau Wehsely, Sie sagen, das Management war verantwortlich. Ja, das stimmt natürlich, aber Sie waren verantwortlich, welches Management Sie einstellen. Da waren Sie verantwortlich.”

Es hätte auch das Schlusswort sein können.

 

Quellen: Wörtliche Protokolle der KH-Nord U-Kommission, Zusammenfassung als Download (docx): Protokoll Wehsely

Continue Reading

Wiener Gemeinderat

Wahlen in Wien: Teures Pflaster

Published

on

Foto: FoB WJC

Christoph Wiederkehr: „SPÖ beharrt auf teuren Wahlkämpfen in Wien!”

(Wien/OTS) – Wie ÖVP und FPÖ im letzten Nationalratswahlkampf die Wahlkampfkostenobergrenze überschritten haben, ist einfach schamlos! Aber in Wien haben wir ebenfalls dringenden Handlungsbedarf”, fordert NEOS Wien Klubobmann Christoph Wiederkehr die anderen Parteien zum Umdenken auf. „Wir haben in Wien eine Wahlkampfkostenobergrenze, die mit 6 Millionen Euro nur wenig unter dem Bund liegt.

Die Parteien dürfen pro Wahlberechtigtem in Wien 5,25 Euro ausgeben, im Bund sind es 1,09 Euro, also ein Fünftel.

Darüber hinaus gibt es bei Überschreitungen keinerlei Konsequenzen!”, so Wiederkehr, der sich von der Wiener SPÖ enttäuscht zeigt: „Wenn Stadtrat Hanke heute im Landtag keinen Handlungsbedarf erkennt, zeigt das einmal mehr, dass die Wiener Sozialdemokraten Meister im Verschwenden von Steuergeld sind. Die SPÖ spricht mit gespaltener Zunge: In Niederösterreich etwa wollen sie die Wahlkampfkosten halbieren, im Bund schärfere Sanktionen – aber in Wien will die SPÖ weiterhin sündteure Wahlkämpfe veranstalten. So wie 2015, als die SPÖ Wien die Wahlkampfkostenobergrenze um mehr als 800.000 Euro überschritten hat – ohne Folgen!”, so Wiederkehr.

Christoph Wiederkehr - NEOS Wien

Christoph Wiederkehr – NEOS Wien

NEOS Wien werden bei der Budgetsitzung kommende Woche entsprechende Anträge einbringen: Ziel ist eine Wahlkampfkostenobergrenze von 1 Euro pro Wahlberechtigtem sowie die Einführung von wirksamen Sanktionen bei Verletzung dieser Obergrenze.

Continue Reading

Wiener Gemeinderat

Transparenz, wie es uns gefällt

Published

on

Foto WJC FoB

Es ist noch gar nicht lange her, exakt am 17. Oktober, dass NR-Abg. Dr. Peter Wittmann, SPÖ, im Namen seiner Partei einen Gesetzesantrag einbrachte, der sinngemäß den Titel trug: Transparenz bei der Regierungsarbeit. Darin forderte er von den einzelnen Mitgliedern der Bundesregierung in § 6 die “Veröffentlichung aller von ihnen eingeholten Gutachten, Expertisen und sonst für die Öffentlichkeit interessanten Dokumente im Sinne eines transparenten Verwaltungs- und Regierungshandelns.”

Jedoch: Das Gesetz ist noch nicht durch. Es gibt noch keines. Und ausserdem wird damit die ÖVP-FPÖ-Regierung angesprochen. Weder Stadt- oder Gemeinderäte, weder jetzt oder in Zukunft, weder … und schon gar nicht in Wien.

Am 20. April 2018 brachte GR Ingrid Korosec, ÖVP, eine Anfrage ein. Zu dieser Zeit noch an Stadträtin Sandra Frauenberger gerichtet, betreffend “beteiligte Unternehmen am Bau des Krankenhaus Nord II”. Korosec wollte einfach in Erfahrung bringen, wer die durchführenden Unternehmen waren, beauftragt für Rohbau, Dekontaminierung, Aufschließung, Einrichtung etc. Namen von Unternehmen, die in Telefonbuch, Handelsregister, auf ihren Firmengebäuden, auf den Visitkarten ihrer Mitarbeiter, auf ihrem Briefpapier, auf ihren Firmenfahrzeugen … namentlich präsent sind und natürlich auch als ersten Akt auf einer Baustelle vollziehen, dass ihre Firmentafel am frequentiertesten Platz der Baustelle präsent ist. Namentlich!

So sieht das aus, wenn eine ÖVP-Gemeinderätin eine Anfrage stellt_

Dann nämlich, sieht eine Beantwortung vom Amtsführenden SPÖ-Stadtrat so aus:

Es ist eben (noch) kein Gesetz. Und wie man sich in Wien die DSGVO zurechtbiegt, davon können 199.999 (200.000 abzüglich 1 angeblicher Beschwerdeführer) Gemindewohnungsmieter ein Lied singen, die auch namentlich gerne genannt werden wollten:  TOP3, TOP12, TOP 5, TOP 11 …

 

Quelle: Infodat wien.gv.at

Continue Reading

Meistgelesen