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MA 48 – FPÖ fordert Simas Rücktritt

Umweltstadträtin Ulli Sima - Foto PID Christian Fürthner
Umweltstadträtin Ulli Sima - Foto PID Christian Fürthner

Nach Straches Live-Auftritt in den ORF Sommergesprächen, in denen er einen Skandal um die MA 48 aufdeckte, tauchen nun pikante Unstimmigkeiten in der Riege der Stadtführung auf. Wie oe24 besrichtete, schießt sich die FPÖ auf Stadträtin Ulli Sima ein, die in ihrer Funktion die übergeordnete und damit kontrollierende Stelle der MA48 ist, die wiederum von niemand geringerem als ihrem Lebenspartner Josef Thon geleitet wird.

Auslöser der Affäre ist ein ehemaliger Fahrer der MA 48 mit einer 50 %-igen Behinderung, der in einzelnen Wintermonaten der Jahre 2010, 2011 und 2013 140-150 Überstunden leistete. Das ergab über 7 Überstunden pro Tag – er musste also über 15 Stunden pro Schicht arbeiten; 80-90 % der Überstunden wurden in der Nacht geleistet.

Bereinigt um den Umrechnungsfaktor von Nacht-Überstunden bleibt noch immer ein Arbeitstag, der jenseits der 12 Stunden dauerte

NAbg. Johann Gudenus in einer APA-Aussendung: “Da es sich bei der Tätigkeit des betroffenen Dienstnehmers um 80 % LKW-Fahrerstunden handelt, ist dies ist hinsichtlich der Teilnahme am Straßenverkehr mehr als bedenklich. Früher gab es Bereitschaftsdienste, wo sich die Mitarbeiter in Betten wenigsten ein bisschen ausruhen konnten, diese wurden jedoch gestrichen. Summa summarum leistete dieser Bedienstete durch Überstunden in einem Monat Arbeit für zwei Monate. Durch das Besteuerungssystem erlitt er auch einen finanziellen Schaden. Hätte er seine gesamte Arbeitszeit als Normalstunden geleistet, wäre ihm netto mehr übrig geblieben“.

FPÖ-Vizebürgermeister Nepp: “Das ist zutiefst ungustiös”

Die FPÖ fordert bereits den Sima-Rücktritt: „Diese Verbindung war für mich immer schon inakzeptabel und politisch zutiefst ungustiös. Thon oder Sima – einer der beiden muss schleunigst gehen!“, tobt FPÖ-Vizebürgermeister Dominik Nepp. Tatsächlich rückt Sima mit ihrer „Love Affair“ und der politischen Aufregung um die Zustände in der MA 48 ins Zentrum der politischen Kritik. Und das möglicherweise kurz vor dem Beginn eines Wahlkampfs. (oe24)

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