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Uns aus dem Elend zu erlösen können wir nur selber tun!

Foto Pixabay Grafik FoB

So steht es in der zweiten Strophe der sozialistischen Hymne – Die Internationale. Da hat der Schöpfer dieser Textstelle die aktuelle Situation der Sozialdemokraten noch nicht gekannt, aber man könnte glauben, zumindest erahnt. SPÖ. Was davon ist noch Partei? Da kann der APA-Server von jedem einzelnen Funktionär noch so zum Glühen gebracht werden, mit allen verbreiteten Vorschusslorbeeren für die neue Parteivorsitzende Rendi-Wagner, immer findet sich der eine oder andere Genosse (auch Genossin), der, oder die, irgendwie daran arbeiten, frisch verbundene Wunden vom Verband zu befreien, um Salz hierin zu verstreuen. So, jedenfalls, wachsen Brücken nicht zusammen.

Kern jun., Niko, ließ wissen, was er von Rendi-Wagner erwartet:

Bild twitter.com
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Zur Erklärung: In der französischen politischen Kultur des 20. Jahrhunderts bezeichnet der Begriff des Jakobinismus innerhalb der linken Parteien wie auch bei den Gaullisten eine nationalistische und etatistische Position, sowie moralisierende Tendenzen, Bürger durch Gesetze und Verbote zu einem „ethischen Verhalten“ im Sinne des jeweils aktuellen Mainstreams zu erziehen.

Will er das wirklich? Nun ja, er “will ja nicht sagen”, hat es aber geschrieben. Viele Genossen fanden seinen Tweet so gar nicht passend. Weder zur Situation, noch grundsätzlich inhaltlich. Die Jakobiner waren während der französischen Revolution für Terror verantwortlich, der geschätzten 40.000 Franzosen das Leben kostete.

Die Tiroler SPÖ-Vorsitzende Elisabeth Blanik kritisiert via Tiroler Tageszeitung ihre Genossen Hans Peter Doskozil

… und gleich auch den steirischen SPÖ-Obmann Michael Schickhofer: “Der Neustart in der SPÖ wird nur dann gelingen, „wenn sich auch die Alphatiere in der Partei der neuen Vorsitzenden Rendi-Wagner unterordnen“. Beiden wirft Blanik „Profilierung auf Kosten der Partei“ vor.

Screenshot TT
Screenshot TT

Bürgermeister Ludwig bekundete seine volle Unterstützung für Rendi-Wagner. Obwohl in den vergangenen Tagen anderes zu erwarten war, hätte die Wiener SPÖ doch lieber Doris Bures an der Spitze gesehen. Dass nun Andreas Schieder als geschäftsführender Klubobmann mehr als wackelt, und durch Thomas Drozda ersetzt werden soll, schaut nach “Deal-or-no-Deal” aus. Drozda war schon im Kabinett Vranitzky und unter Kanzler Kern Kulturminister, gilt somit als alter Hase. Drozdas Kabinettschef im Ministerium war übrigens Michael Rendi.

Wie sehr die Fetzen ein paar Ebenen weiter unten, oder auch daneben, fliegen, hat FoB bereits berichtet: Das Twitter-Duell Fußi vs. Kalina.

Es bleibt zu befürchten: Das unwürdige Theater ist noch lange nicht zu Ende…

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Erbarmungslos. Faktentreu. Steil.

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