Tanja Wehsely - Foto: SPÖ Wien
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Wehsely-Verein beantragt 503.770 Euro Förderung

Tanja Wehsely (SPÖ) beantragt als stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Alte Fleischerei“ eine Subvention von 503.770 EUR. Geplante Personalkosten für 2017: 435.170 EUR. Der Antrag erging an die MA 13. Ein Beamter desselben Magistrats befindet sich im Vorstand des zu subventionierenden Vereins.

Tanja Wehsely - Foto SPÖ Wien
Alte Fleischerei – Förderantrag von Tanja Wehsely in der Höhe von 503.770 EUR – Foto: SPÖ Wien

Herbstzeit ist Subventionszeit

Die Veröffentlichung der politischen Vertreter von geförderten Vereinen im Zusammenhang mit dem Subventionsbericht der Stadt Wien hat vor wenigen Wochen hohe Wellen geschlagen (Heute berichtete). Nun liegt Fass ohne Boden das Subventionsansuchen für das Jahr 2017 vom Verein Alte Fleischerei exklusiv vor. Der in dem von Richard Felsleitner und Tanja Wehsely unterzeichnetem Antrag ist zu entnehmen, dass 503.770 EUR für 2017 beantragt werden. Bei der Sichtung der einzelnen Posten werden beispielsweise 500 EUR für die Homepage angeführt, Rechts- und Beratungskosten werden in der Höhe von 10.000 EUR angegeben. Die Personalkosten für Angestellte (inkl. DGB) werden mit 435.170 EUR kalkuliert.
Eine genaue Angabe über die Anzahl der Mitarbeiter sowie das Beschäftigungsverhältnis ist dem Förderungsantrag nicht zu entnehmen. Das zuständige Magistrat, die Magistratsabteilung 13 (MA 13 – Bildung und außerschulische Jugendbetreuung), erachtet eine Subvention für angemessen.

Vorstand der Alten Fleischerei

Der Förderantrag beschreibt sehr detailliert die Hauptfunktionäre des Vereins: „Traditionsgemäß hat der Vereinsvorstand eine starke Anbindung an die Brigittenau. Im Vorstand des Vereins sind derzeit vertreten: Mag. Tanja Wehsely (Vorsitzende Stellvertreterin), DAS Gabriele Langer, Geschäftsführerin des Vereins Jugendzentren, Johanna Benech, Pädagogin in der Schule am Leipziger Platz, Karl Ceplak, Landesjugendreferent, DAS Herta Staffa, Mag 11.“ Die starke Anbindung kann nur bekräftigt werden, da Tanja Wehsely selbst im 20. Bezirk politisch aktiv ist. Beispielsweise war sie von 1997 – 2001 Jugendarbeiterin, Projektleiterin und PR-Beauftragte von dem Verein Back Bone – Mobile Jugendarbeit 20, für den sie nun Subventionen beantragt hat.

Magistrat der Stadt Wien und Verein Hand in Hand

Digital Strategist. Political Hitman. Cutter Head.

2 Comments

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  1. Dieses schamlose Reinlangen ist echt unappetitlich und frech. Ich kenne von Förderanträgen dass da jeder Furz drinnen stehen muss und wehe ein Beistrichfehler! Ein Antrag auf eine halbe Million (!!) OHNE AUFSCHLÜSSELUNG der Ausgaben wäre schon bei der EINREICHUNG durchgeflogen…

    Amtsmissbrauch, Anstiftung zum, Betrug, Veruntreuung, Geschenkannahme durch Machthaber…Disziplinarische Konsequenzen…da muss mal endlich wer ins Schmalz.

    Ehschowissen. Nichtmal Fernsehverbot wirds geben. +++++++++++. Aber wehe du bist 3 Tage im Ausland und beim AMS oder lässt dir ein badezimmer im Pfusch machen…

  2. Ist doch nix Neues!
    Rudi Anschober in OÖ handhabt das doch auch so. Alle ihm wohlgesonnenen und hörigen Anti-Atom-Vereine bekommen Geld – auch um Vereinsgehälter zahlen zu können. Wer dann nicht nach seiner Pfeiffe tanzt oder ECHTE Aufklärungs-/Aufdeckungsarbeit leitstet, dem wird die Förderung gestrichen. Das ist ganz normale Politik!

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Marcus Franz

Rechnungshof: Der KAV in der Bredouille

Marcus Franz

Alles wird gut.